Architektur

Casa High Life liegt im Herzen des Naturparks Beverin, im Bündner Bergdorf Mathon auf rund 1’520 m ü. M. Zwei Gebäude prägen den Ort: die Berglodge, ursprünglich als „Pensiun Laresch“ 2015 eröffnet, und das Tiny House, das 2020 als Ergänzung dazukam. Beide Häuser folgen dem gleichen Grundgedanken – ehrliche, regionale Materialien, ein ruhiges Erscheinungsbild und ein Bezug zur umliegenden Landschaft – wurden aber von unterschiedlichen Architekturbüros realisiert. Beide Gebäude gelten heute als architektonische Besonderheiten im Naturpark Beverin.

Was beide Bauten auszeichnet: der konsequente Einsatz natürlicher Materialien, ein aufwändiger Bauprozess – bedingt durch die abgelegene Höhenlage und die anspruchsvolle Infrastruktur im Berggebiet – sowie eine ausgesprochen starke, durchdachte architektonische Gestaltung.

Gebaut wurden beide Häuser von unseren Vorgängern Marianne Peyer und Lukas Hug, die damals gemeinsam mit den jeweiligen Architekten und Handwerksbetrieben die Vision für Berglodge und Tiny House entwickelt und umgesetzt haben. Wir – Selina und Yannick – haben Casa High Life von ihnen 2026 übernommen und führen den Ort seither weiter, mit grossem Respekt vor dem, was hier bereits geschaffen wurde.

Casa High Life – Berglodge und Tiny House

Die Berglodge (2015)

Mathon liegt mitten im Naturpark Beverin, auf rund 1'520 m ü. M. und umgeben von wilder, einzigartiger Landschaft – eine Lage, die an die Architektur besondere Ansprüche stellt. Entstehen sollte ein „Gasthaus“, das in allen Details ein Haus für Gäste ist: einfühlsam in die Umgebung gesetzt und zugleich funktional und gestalterisch hochwertig.

Die Berglodge wurde 2015 als „Pensiun Laresch“ gebaut und bietet Platz für bis zu 22 Gäste in 6 Zimmern und einer 3.5-Zimmer-Wohnung. Das Gebäude wurde bewusst von innen nach aussen entwickelt: Gänge und Treppenhäuser wurden auf ein Minimum reduziert, damit möglichst viel Fläche als eigentlicher Wohnraum genutzt werden kann. Zudem ist das Haus so ausgerichtet, dass aus jedem Zimmer ein Blick auf die Alpen möglich ist. Anstelle eines Kellers gibt es im Hinterfüllungsbereich des Hangs einen gedeckten Aussenraum, kombiniert mit der dafür nötigen Stützmauer; die Lodge steht direkt auf der bereits bestehenden Fundamentplatte.

Architektonischer Querschnitt der Berglodge
Der Schnitt zeigt den kompakten Aufbau der Berglodge über drei Hauptgeschosse hinweg, verbunden durch ein zentrales, durchlaufendes Treppenhaus. Im Erdgeschoss beträgt die Raumhöhe grosszügige 3.7 Meter.

Die Planung begann im Juli 2012, Baubeginn war im Juli 2014; nach einer Bauzeit von 13 Monaten erfolgte der Bezug im Juni 2015. Die abgelegene Höhenlage, die eingeschränkte Erschliessung und die kurze Bausaison im Berggebiet machten das Projekt logistisch anspruchsvoll – von der Anlieferung der Materialien bis zur Bauausführung.

Prägend ist das rund einen halben Meter starke Mauerwerk, das ganz ohne zusätzliche Wärmedämmung auskommt und zusammen mit regional gewählten, präzise gesetzten Materialien wie Holz und Lehm für ein angenehmes Raumklima und eine nachhaltige Bauweise sorgt. In die Naturkalkfassade sind asymmetrisch tiefe Fensterlaibungen eingelassen, die je nach Lichteinfall das Fassadenbild immer wieder neu erscheinen lassen – ein modernes, gut proportioniertes Bild, das mit den weichen Linien der Berglandschaft kontrastiert.

Treppenhaus der Berglodge mit Zugang zu den Zimmern über mehrere Geschosse

Die Berglodge gilt als Vorzeigeprojekt für ökologisches, energieeffizientes Hotelbauen und als bauökologisches Vorbildprojekt: Neben der wirkungsvollen Gebäudehülle, der nachhaltigen Energiegewinnung über Erdsonden sowie einer Photovoltaikanlage tragen dazu auch die Naturbaustoffe der Firma Haga bei. Verwendet wurden ausschliesslich natürliche, vorwiegend regionale Materialien wie Holz, Stein, Kalk und Lehm; im Innern sorgen Lärchenholz und ein Verputz aus reinem Kalk und Lehm für ein angenehmes Raumklima. Ergänzt wird das Materialkonzept durch Bäder aus Naturstein und durchwegs unverleimte Schreinerarbeiten. Dank seiner schlichten, klaren Form fügt sich das Gebäude harmonisch in die Bergwelt des Naturparks Beverin ein.

Bewusst reduziert ist auch die Haustechnik: Sie beschränkt sich auf Erdsonden und Wärmepumpe, kombiniert mit einer in die Dachfläche integrierten Photovoltaikanlage. Auf eine Komfortlüftung sowie auf eine übermässige Elektroinstallation wurde bewusst verzichtet.

Nachhaltigkeit war von Beginn weg ein zentrales Thema: Der Strom wird auf dem eigenen Lodge-Dach produziert, viele Produkte stammen aus der Region, und geschlafen wird in Arvenbetten.

Seit dem Bau wurden keine grösseren Renovationen vorgenommen, sondern nur kleinere Unterhaltsarbeiten. Dank der sorgfältigen Nutzung und Pflege präsentiert sich die Berglodge bis heute in ausgezeichnetem Zustand.

Innenraum der Berglodge Casa High Life

Das Tiny House (2020)

2020 kam das Tiny House als kleines, eigenständiges Gästehaus neben der Berglodge dazu. Auf rund 24 m² bietet es Platz für zwei Personen. Mit seiner Holzschindel-Fassade setzt es einen bewusst anderen Akzent als das Hauptgebäude, während die asymmetrische Dachform beide Häuser optisch miteinander verbindet.

Situationsplan Tiny House und Berglodge
Das Tiny House steht separat und ist nur energetisch mit dem Hauptgebäude verbunden.
Grundriss und Form des Tiny House
Der Erweiterungsbau nimmt die Formsprache des Hauptgebäudes auf.

Im Tiny House findet man alles, was es für eine gediegene und erholsame Auszeit braucht. Das Häuschen verfügt über Küche, WC, Dusche und einen Aufenthaltsbereich mit Terrasse. Und das Beste: Von deinem Bett aus brauchst du bloss den Kopf zu heben und schon siehst du das grandiose Bergpanorama! Gebaut wird das Tiny House aus Vollmondholz, welches direkt aus dem Naturpark Beverin stammt. Dazu kommen die bewährten Berg-Lodge-Laresch-Elemente wie Lehm, Stein und natürlich viel gutes Design. Strom und warmes Wasser beziehen wir aus der Berg-Lodge, wo es mit einer Erdsonde und Photovoltaik produziert wird.

Das Vollmondholz wird bei abnehmendem Mond geschlagen – einer traditionellen Handwerkskunst, der nachgesagt wird, dass sie das Holz ruhiger und widerstandsfähiger gegen Risse, Insekten- und Pilzbefall macht. Zur Dämmung kommt zusätzlich Schafwolle zum Einsatz. Das Projekt wurde unter anderem von NZZ Bellevue vorgestellt (weitere Artikel in unserer Medien-Rubrik).

Innenausbau des Tiny House mit Vollholz und Schafwolldämmung
Vollholz dominiert den Innenausbau, ob in Bad, Kochnische oder Schlafkoje. Das Guckloch erlaubt den Blick auf die Isolation aus Schafswolle.

Details

Architekt: Der Architekt, Thomas Furter, der das Tiny House ursprünglich mitentwickelt hat, ist leider verstorben. In seinem Andenken und mit Erlaubnis nennen wir hier auch das Architekturbüro, welches spezialisiert ist auf Projekte, die mit natürlichen Materialien und ganzheitlich gebaut werden:

Architekturbüro: Gemcop AG, Zürich

Holzbau: Mani Holzbau GmbH, Andeer

Schreinerarbeiten: TM Schreinerei AG, Zillis

Weitere Details zum Bau: Holzbauer und Architektur Perlen in den Alpen

In den Medien

Berglodge und Tiny House haben über die Jahre immer wieder Presse- und Medienaufmerksamkeit bekommen. So wurde das Tiny House 2022 unter anderem im Urlaubsarchitektur-Bildband „Raum & Zeit“ vorgestellt, der mit dem ICMA Award of Excellence ausgezeichnet wurde.

Weitere Presse- und Medienberichte findest du in unserer Medien-Rubrik.

Neugierig geworden und möchtest du mehr erfahren? Für weitere Fragen schreibst du uns gerne eine Mail (auch Medienanfragen via Mail) – oder du machst dir am besten gleich selbst ein Bild von unserem architektonischen Bijou: Komm vorbei und erlebe Casa High Life und das Tiny House live in Mathon. Wir freuen uns auf dich!

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